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WAZ: Sommer: Abiturienten dürfen Klausur nachschreiben

Essen (ots) - Weil die Beschwerden über unlösbare Aufgaben beim Zentralabitur nicht abreißen, hat die NRW-Schulministerin Barbara Sommer (CDU) jetzt erstmals einen Weg aus dem Dilemma aufgezeigt. "Wo nachgewiesen wird, dass der Stoff einer Abituraufgabe vorher nicht im Unterricht behandelt worden ist, sollten Schüler die Möglichkeit haben, die Arbeit nachzuschreiben", sagte sie der WAZ. Das gilt nicht nur für das Fach Mathematik, in dem es die meisten Klagen gibt. Voraussetzung für eine zweite Chance sei, dass der Abiturient Einspruch gegen die Klausur einlegt. Dann werde die Schulaufsicht, etwa anhand der Klassenbücher, nachforschen, ob der Vorwurf berechtigt sei. "Wir haben eine ganze Reihe von Aufgabentypen für Nachholtermine parat", unterstrich die Ministerin. Sommer betonte zugleich, dass alle zentralen Abi-Klausuren "nicht irgendwo hergeholt, sondern basierend auf den Kernlernplänen", dem verpflichtenden Unterrichtsstoff, entwickelt worden seien. Nach einer Umfrage des Internetportals spickmich.de muss in Mathe jeder zweite Abiturient in die Nachprüfung, weil die Klausurnote deutlich von der bisherigen Note abweicht. "Bei uns müssen alle in Mathe in die Nachprüfung", teilten Schüler von Gymnasien aus Dortmund und Bergkamen mit. Einer schrieb: "Ich war zum Beispiel glatt 2 vorbenotet und habe eine 5 geschrieben. Damit gehöre ich noch zu den Besten. Knapp die Hälfte hat 0 Punkte erreicht." An fünf Schulen des Kreises Recklinghausen zum Beispiel müssen nach Angaben der Schulen 40 bis 70 Prozent in die Nachprüfung. In anderenGymnasien fielen die Untschiede geringer aus. Landesschülersprecher Horst Wenzel sprach von einem "Super-Gau" und forderte die Minsterin zu einer Entschuldigung auf. Dies lehnte Sommer ab. "Man kann sich nur für etwas entschuldigen, wenn man bewusst einen Fehler gemacht hat." Die beklagten Mathematik-Aufgaben verteidigte sie erneut. Lediglich für andere Fächer räumte sie "Tippfehler" ein. So wurde etwa in Pädagogik bei einer Aufgabe zu S. Freud aus "Gefühlen, die uns bewusst sind", ein "unbewusst" und so der Sinn ins Gegenteil verkehrt. "Das liegt zum Teil auch an den digitalen Medien, weil da schon mal schnell etwas wegflutsch", sagte die Ministerin. Die SPD warf Sommer angesichts nicht mehr wegzudiskutierender Pannen eine Verharmlosungsstrategie vor, die Grünen sprachen sogar von Stümperei

 

21.05.2008

MSW: "Ganztags-Offensive" an Gymnasien und Realschulen

Ab dem Schuljahr 2009/2010 sollen jährlich 108 Schulen zu gebundenen Ganztagsschulen ausgebaut werden, und zwar in jedem der 54 Kreise und kreisfreien Städte jeweils eine Realschule und ein Gymnasium.

Auch die Schulen, die sich nicht für den Ganztagsbetrieb entscheiden, werden von dem Programm der Landesregierung profitieren. Konkret können sie im Februar kommenden Jahres mir einer pädagogischen Übermittagbetreuung starten. Dabei können die Schulen wählen, ob sie Geld oder Lehrerstellen-Anteile für die pädagogische Übermittagbetreuung vorziehen. Insgesamt investiert die Landesregierung 175 Millionen Euro in den Ausbau des Ganztags.

  • Flächendeckende, bedarfsgerechte Einführung von gebundenen Ganztagsgymnasien und -realschulen

  • Pädagogische Übermittagsbetreuung in allen Halbtagsschulen der Sekundarstufe I / Programm "Geld oder Stelle"

  • Investitionsprogramm zum Ausbau von Ganztags- und Übermittagsbetreuung, insbesondere in Gymnasien und Realschulen ("1000 Schulen Programm")

 Übersicht über die einzelnen Maßnahmen

 

13.05.2008

Zentralabitur 08

Immer noch nicht zufriedenstellend:

Das Ministerium für Schule und Weiterbildung teilt mit:

"Zentralabitur: Bewertungsspielräume für alle Schulen

Aufgrund verunsichernder Meldungen von Lehrerverbänden weist das Schulministerium noch einmal auf die Regelungen der Abiturverfügung hin: Danach kann die ausgewiesene Höchstpunktzahl auch dann vergeben werden, wenn die Leistung im Vergleich zu der beschriebenen Lösungserwartung inhaltlich wie fachmethodisch richtig ist. Dabei ist zu prüfen, ob kleinere Mängel tatsächlich eine Reduzierung der Punktvergabe rechtfertigen. Zum Beispiel im Fach Mathematik können daher – wie auch im Bewertungsbogen für die Lehrkräfte ausdrücklich ausgewiesen - fach- und schülergerechte Lösungen oder auch Lösungsansätze, die nicht durch die Bewertungskriterien (voll) erfasst werden, im Rahmen der Gesamtpunktzahl einer jeden Teilaufgabe berücksichtigt werden. Die Abiturverfügung lag allen beteiligten Schulen vor Beginn der Abiturprüfungen vor. Auf die darin und in den Bewertungsbögen enthaltenen Bewertungsspielräume hatte das Ministerium bereits am 30. April in einer klarstellenden Pressemitteilung hingewiesen, die allen beteiligten Schulen zugesendet wurde."

 Pressemeldung des Schulministeriums (MSW)

 

 

13.05.2008

Gesamtschulen
Die LEK unterstützt die Aktion des Landeselternrates der Gesamtschulen

"Jetzt reicht es, Frau Sommer!
Gemeinsame Unterschriftenaktion PRO GESAMTSCHULE
von LER / GEW-NRW / GGG-NRW
Frau Ministerin, Ihre Gesamtschulen leisten gute Arbeit!
Wir - Eltern und Lehrkräfte - sind die systematischen Angriffe auf die Gesamtschulen des Landes NRW leid.
Als Eltern haben wir bewusst für unsere Kinder diese Schulform gewählt, unsere Kinder lernen mit Erfolg an den Gesamtschulen.

..."
 Landeselternrat der Gesamtschulen (LER)

 Weitere Informationen (Handzettel) zur Aktion

 Unterschriftenliste

 

April/Mai 2008

LEK warnt vor "Focus-Umfrage"

Die Zeitschrift Focus führt momentan eine Umfrage durch, die Informationen abfragt, die in dieser Form nicht an die Öffentlichkeit gegeben werden dürfen und teilweise nicht mit dem Schulgesetz in Einklang stehen. Wir raten allen Eltern zur Vorsicht und Zurückhaltung bei der Beantwortung. So bald es eine rechtliche Klärung gibt, werden wir Sie an dieser Stelle unterrichten.

 

30.04.2008

Zentralabitur 08

Zitat Barbara Sommer:
"Kein Schüler, keine Schülerin darf darunter leiden, wenn etwas schief gelaufen ist"

Mängel im Zentralabitur dürfen nicht zu Lasten der Schülerinnen und Schüler gehen!

Die LEK NRW registriert vermehrt Klagen über das diesjährige Zentralabitur - vor allem in Mathe und Biologie waren die Aufgaben zum Teil nicht oder nicht in der vorgegebenen Zeit zu lösen.

Frau Sommer sorgen Sie bitte für eine gerechte Bewertung zum Wohl unserer Kinder!

 WAZ: Das Oktaeder war für viele das kleinere Übel

 Interview mit Schulministerin Barbara Sommer

 

30.04.2008

Zentralabitur 08 – Welle des Ärgers und der Empörung

Der nordrhein-westfälische Philologen-Verband registriert eine täglich wachsende Zahl von Beschwerden und Unmutsäußerungen über das Zentralabitur 2008. Mittlerweile geht es nicht nur um die ‚Oktaeder-Aufgabe’ der Mathematik, sondern vermehrt um die zu umfangreichen Aufgabenstellungen, die von den Schülern zeitlich nicht zu bewältigen waren. Völlig überzogen war die Fülle des Arbeitsmaterials insbesondere in den naturwissenschaftlichen Fächern. Viele Kolleginnen und Kollegen sind zurecht erbost über fragwürdige Vorgaben im Erwartungshorizont.

 PM Philologen-Verband NRW

 Bildungsklick.de

 Schulministerium weist Kritik am Zentralabitur zurück

 

30.04.2008

Da hat sie Recht:

Barbara Sommer: "60.000 Sitzenbleiber im Jahr sind zu viel"

Die Zahl der Wiederholer an den nordrhein-westfälischen Schulen soll reduziert werden. Dazu haben Ministerin Barbara Sommer und Vertreter der nordrhein-westfälischen Lehrerorganisationen eine Initiative auf den Weg gebracht. Bis zu 300 Schulen können daran teilnehmen. Sie erhalten im Rahmen der einschlägigen Vorschriften konzeptionelle Freiheiten zur Senkung der Sitzenbleiber-Quote. Das Land stellt hierfür 100 Stellen zur Verfügung. "60.000 Sitzenbleiber im Jahr sind zu viel", erklärte Ministerin Sommer.

 Weitere Informationen in einer Presseerklärung erhalten Sie hier

 Eine Übersicht über die Wiederholer an Allgemeinbildenden Schulen finden Sie hier

 Eine Übersicht über Wiederholer an ausgesuchten Schulformen erhalten Sie hier

 

24.04.2008

Aktivitäten von "Pro NRW" im Umfeld von Schulen

Dem Ministerium für Schule und Weiterbildung ist übermittelt worden, dass sich die Initiative "PRO NRW" offenbar mit Informationsmaterial an Schülerinnen und Schüler wendet.

Die Bürgerbewegung "pro Köln" wird vom Verfassungsschutz Nordrhein-Westfalen beobachtet wegen des Vorliegens von Anhaltspunkten für den Verdacht rechtsextremistischer Bestrebungen. Dies ergibt sich aus dem gerade vorgestellten Verfassungsschutzbericht über das Jahr 2007. Die Führungsaktivisten von "pro NRW" sind zum großen Teil personenidentisch mit denen von "pro Köln". Auch die aufgegriffenen Themen sind teilweise identisch, insbesondere die ausländerfeindliche Ausrichtung. Es ist daher nicht auszuschließen, dass sich auch bei "pro NRW" der Verdacht des Vorliegens von Anhaltspunkten für rechtsextremistische Bestrebungen bestätigen wird.

In diesem Zusammenhang wird erneut darauf verwiesen, dass die Verteilung von schulfremden Druckschriften auf Schulhöfen an Schülerinnen und Schüler nicht zulässig ist (§ 56 SchulG NW).

Die Schulen sollten sich im Unterricht mit dem Rechtsextremismus weiterhin auseinandersetzen. Dies kann auch an Hand des vom Innenministerium herausgegebenen Comics "Andi" geschehen. Anregungen dafür bietet

http://www.andi.nrw.de.

 

 

24.04.2008 - Girls' Day

Über 130 000 Mädchen machen mit beim Girls' Day

23.04.2008, Bielefeld (dpa/lnw) - Zum Girls' Day an diesem Donnerstag haben sich bundesweit über 130 000 Mädchen angemeldet. Der Aktionstag soll Schülerinnen für technische Berufen interessieren und findet in diesem Jahr zum achten Mal statt. Die Zahl der beteiligten Unternehmen, Universitäten, Verwaltungen und Forschungseinrichtungen habe sich auf 8500 erhöht, berichtete die bundesweite Koordinierungsstelle Girls\' Day am Mittwoch in Bielefeld. Inzwischen hätten Unternehmen auch junge Frauen zur Ausbildung eingestellt, die vor Jahren aus Anlass des Mädchen-Aktionstages erste Kontakte geknüpft hatten. «In den vergangenen acht Jahren haben insgesamt über 750 000 Mädchen teilgenommen», sagte Carmen Ruffer von der Koordinierungsstelle. Der Aktionstag solle auch einen Imagewandel für Technik bei Mädchen bewirken. So liege der Frauenanteil im Kfz- Handwerk bei nur etwa zwei Prozent. Allerdings sei im vergangenen Wintersemester die Zahl der Studienanfängerinnen in der Fächergruppe Ingenieurwesen im Vergleich zum Vorjahr um 13 Prozent gestiegen.

Girls' Day

 

24.04.2008 - Neue Wege für Jungs

Der jährlich stattfindende Girls'Day – Mädchen-Zukunftstag bietet eine Vielzahl an Möglichkeiten, parallel auch für Jungen geschlechtsbezogene Angebote zur Berufs- und Lebensplanung durchzuführen.

Ebenso wie die Mädchen sollen auch die Jungen damit eine gezielte Unterstützung für die Entwicklung ihrer beruflichen und persönlichen Ziele erhalten, die jenseits einengender Geschlechterstereotype neue Horizonte eröffnen. Die Zufriedenheit und Motivation der Jungen ist deutlich höher, wenn sie in die Planung und Gestaltung miteinbezogen werden.

Neue Wege für Jungs

 

 

15.04.2008

Ministerpräsident Rüttgers kündigt Ganztags-Offensive an

Vor dem Hintergrund der Schulzeitverkürzung bis zum Abitur und wegen der großen Bedeutung des Ganztags hat die Regierungskoalition ein umfangreiches Programm zum Ausbau des Ganztagbetriebs und einer pädagogischen Übermittagbetreuung beschlossen.

Die Landesregierung investiert dafür insgesamt bis 2010 zusätzliche 100 Millionen Euro für Baumaßnahmen und 75 Millionen Euro zusätzlich für Personalkosten. "Wir bringen den Ganztag in die Fläche",  kündigte Ministerpräsident Jürgen Rüttgers an.

Das Programm besteht aus

-  zusätzlichen Ganztagsrealschulen und Ganztagsgymnasien,

- einer pädagogischen Übermittagbetreuung für alle Schüler der Sekundarstufe I, die keine Ganztagsschule besuchen, aber Nachmittagsunterricht haben.

- einem umfangreichen Investitionsprogramm (1.000-Schulen-Programm).

 MSW Pressekonferenz MP Rüttgers und Schulministerin Sommer

 "Schlagwortzettel" der geplanten Änderungen

 

15.04.2008

Neustrukturierung der gymnasialen Oberstufe wird ausgesetzt

Schulministerin Barbara Sommer kündigte außerdem an, die grundlegende Neustrukturierung der gymnasialen Oberstufe in Nordrhein-Westfalen zunächst auszusetzen. Zunächst sollen die einheitlichen Bildungsstandards der Kultusministerkonferenz für das Abitur abgewartet werden. Die Kultusminister wollen die Standards bis 2010/2011 erarbeiten.
 

 

12.04.2008

Mitgliederversammlung der LEK NRW 

Thema: „Länger gemeinsam Lernen“
 Einladung

 

 Vortrag Dr. Ernst Rösner

 Vortrag Andreas Meyer-Lauber

 

April 2008

Bericht im Manager-Magazin 09.04.2008:

O E C D - Dreigliedrige Schule schadet
Will die Bundesregierung das hohe Wirtschaftswachstum halten, muss sie auf vielen Gebieten mehr tun. Dies geht aus dem neuen Wirtschaftsbericht der OECD hervor.
Besonders problematisch sehen die Experten das Thema Bildung.

 Manager-Magazin >>

 

Februar 2008

Neues Bündnis "Länger gemeinsam Lernen" gegründet

Bündnis länger gemeinsam lernenIm Bündnis "Länger gemeinsam Lernen" haben sich Initiativen und Einzelpersonen zusammen geschlossen, um sich gemeinsam für eine Schule einzusetzen, die allen Kindern beste Zukunftschancen bietet.

Zentrales Ziel des Bündnisses ist es, für ein längeres gemeinsames Lernen aller Kinder in den nordrhein-westfälischen Schulen zu werben. Die erforderliche breite gesellschaftliche Diskussion zur Weiterentwicklung unseres Bildungssystems möchten die Initiatorinnen und Initiatoren befördern.

Die Anforderungen an eine Schule, die die Potentiale aller Kinder und Jugend­lichen optimal fördert, wurden im Februar 2008 anlässlich einer Pressekonferenz von den Erstunterzeichnern der Erklärung, Prof. Hans-Martin Lübking (Evan­ge­lische Kirche in Westfalen), Guntram Schneider (Vorsitzender des DGB) und Dr. Manfred Scholle (Vorstand Gelsenwasser AG) vorgestellt.
 

 

Ein zweites Bündnis mit ähnlicher Zielsetzung existiert seit einiger Zeit:

NRW-Bündnis "Eine Schule für alle"

Vertreterinnen und Vertreter aus unterschiedlichen gesellschaftlichen Gruppen haben ein Aktionsbündnis gegründet. Ziel des Bündnisses ist die Aufgabe des vielgliedrigen Schulsystems zugunsten einer Schule für alle. Diese soll für alle Kinder und Jugendlichen bis zum ersten schulischen Abschluss in der Sekundarstufe I da sein. Junge Menschen mit speziellem Förderbedarf gehören von Anfang an dazu und erhalten dort die notwendige Förderung. Jedes einzelne Mädchen und jeder einzelne Junge wird in seiner Gesamtentwicklung unterstützt.

 

 

01.12.2007

PISA 2006: lt. ARD Tagesschau:
Deutsche Schüler lesen und rechnen nur mittelmäßig

Neue Ergebnisse, neue Angriffe

Nach der vorzeitigen Veröffentlichung der Pisa-Ergebnisse im Bereich Naturwissenschaften sind weitere Resultate bekannt geworden. Laut "Stuttgarter Zeitung" zeigten deutsche Schüler im Fach Mathematik und beim Lesen in der von der OECD organisierten internationalen Vergleichsstudie nur mittelmäßige Leistungen.
Demnach erreichten die deutschen 15-Jährigen im Lesen 495 Punkte und blieben damit weiter unter dem Pisa-Durchschnitt von 500 Punkten. Mit 565 Punkten verdrängte Korea in diesem Bereich Finnland von Platz eins, das 547 Punkte erzielte. Es folgt Kanada mit 527 Punkten. Der Abstand Deutschlands zur Spitzengruppe hat sich zudem weiter vergrößert und entspricht nach Pisa-Lesart einem Lernrückstand von ein bis zwei Schuljahren. 2003 erreichten die deutschen Schüler 491 Punkte.

 ARD Tagesschau zu PISA2006

 

29.11.2007

TAZ: (Bundespräsident) Köhler trotz Pisaerfolgs skeptisch:

 

" . . .

Schleicher äußerte sich am Donnerstag nicht mehr - dafür trat Bundespräsident Horst Köhler in seine Fußstapfen. Die fehlende Chancengleichheit im deutschen Bildungssystem sei eine "unentschuldbare Ungerechtigkeit". Sie schade nicht nur den Betroffenen, sondern sei auch "eine Vergeudung von Humanvermögen", sagte Köhler auf dem "Forum Demografischer Wandel" in Berlin. "Wir sind es allen Kindern in unserem Land schuldig, dass sie die bestmögliche Vorbereitung auf den Eintritt in die Schule erhalten."

"In einer Gesellschaft, die immer kleiner wird, kommt es umso mehr auf jede und jeden an," sagte Köhler. "Niemand darf zurückgelassen werden." Er bezog sich vor allem auf den mit 18 Prozent sehr hohen Anteil von Kindern aus Einwandererfamilien, die die Schule abbrechen.

Köhler kritisierte, dass Deutschland zu wenig Geld in die Bildung investiere. Er nannte den demographischen Wandel eine Chance. Man könne für jeden Schüler mehr ausgeben, wenn weniger Schüler da sind. "Die Erkenntnisse sind da. Es geht um die Umsetzung. Und die Umsetzung ist zu langsam."

Köhler äußerte sich indirekt sogar zur Schulstruktur. "Schon heute ist zu beobachten, dass dort, wo sich die Schulstruktur aufgrund sinkender Kinderzahlen ausdünnt, die Bereitschaft zu pragmatischen Lösungen steigt." Köhler spielt damit auf Regionen wie die Insel Fehmarn an - dort wurde wegen Schülermangels eine Inselschule gegründet, eine "Schule für alle".

 

 TAZ ganzer Artikel

 

 

28.11.2007

"Der Spiegel" berichtet über die PISA 2006-Ergebnisse:

Deutsche Schüler bei Pisa-Studie deutlich verbessert

Die Ergebnisse der Pisa-Untersuchung werden wie ein Staatsgeheimnis gehütet - doch vorab wurde jetzt schon bekannt: Deutsche Schüler haben sich deutlich verbessert.

Die 15-Jährigen landen in den Naturwissenschaft auf Rang 13 - von 57.

 "Der Spiegel": PISA-Artikel vom 28.11.2007

 


28.11.2007

IGLU 2006 - Internationale Grundschul-Lese-Untersuchung - veröffentlicht

Beim Leseverständnis können die deutschen Grundschüler dem Vergleich mit anderen Ländern standhalten. In der heute veröffentlichten "Internationalen Grundschul-Lese-Untersuchung", kurz Iglu, schafften sie Rang 11 unter insgesamt 45 Staaten und Regionen. "Im Vergleich zu Iglu 2001 weist Deutschland im Jahr 2006 in allen Dimensionen der Lesekompetenz signifikant noch bessere Ergebnisse auf", heißt es in der Studie. Beim ersten Iglu-Vergleich, dessen Ergebnisse 2003 veröffentlicht wurden, hatte Deutschland ebenfalls den 11. Platz erreicht - allerdings unter nur 35 Nationen und Regionen.

Abbildung 1: Theoretische Struktur der Lesekompetenz in IGLU

 

Aber auch folgendes Zitat aus der Pressekonferenz:

"...

Insgesamt besteht also ein signifikanter und durchaus nicht unbeträchtlicher Einfluss der sozialen Herkunft auf die Schullaufbahnpräferenzen der Lehrkräfte, der sich in IGLU 2006 noch deutlicher abzeichnet als in IGLU 2001. Deutlich zeigt sich auch die mehrfache Benachteiligung von Kindern aus unteren sozialen Lagen beim Übergang auf das Gymnasium.

..."

 IGLU-E 2006 Schwerpunkte

 Handout Pressekonferenz am 28.11.2007

 IGLU 2006 - Webseite


November 2007

Zuständigkeiten im NRW-Schulsystem

Die Aufgaben und Funktionen von Schulministerium, Schulträger, Schulaufsicht, Schulleitung, Schulpflegschaft, Klassenpflegschaft und Landesverbänden.

 Eine Übersicht des Schulministeriums


September 2007

Zusammenarbeit bei der Verhütung und Bekämpfung der Jugendkriminalität

Gemeinsamer Runderlass ((RdErl) des Innenministeriums, des Justizministeriums, des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales, des Ministeriums für Generationen, Familie, Frauen und Integration und des Ministeriums für Schule und Weiterbildung NRW vom 31.8.2007.

 Text des RdErl. vom 31.08.2007  >>


22.09.2007

Warnung vor rechtsradikalen Aktivitäten an Schulen

Wie "Der Spiegel" berichtet rollt auf Deutschlands Schulen eine neue braune Propagandawelle zu. Erst verteilte die NPD "Schulhof-CDs", jetzt "Schülerzeitungen". In Sachsen ermittelt bereits die Staatsanwaltschaft. Aber auch in anderen Bundesländern liegen rechtsextreme Hetz-Hefte in Zehntausender-Auflage bereit.

Auch in Nordrhein-Westfalen zielen Rechtsradikale immer öfter auf Schülerinnen und Schüler. Innenminister Ingo Wolf warnt Jugendliche vor einer Rechtsrock-CD.

Weitergehende Informationen auf folgenden Webseiten:

 Innenministerium NRW  >>

 SpiegelOnline: NPD will Schulhöfe mit Hetzschriften überfluten  >>


19.09.2007
OECD - Bildung auf einen Blick 2007

In den meisten OECD-Ländern sind die Bildungssysteme in den vergangen Jahren weiter gewachsen und das Angebot an Hochqualifizierten hat sich deutlich erhöht. Dennoch gibt es bislang keine Anzeichen, dass dieses zusätzliche Angebot zu einer Inflation an höheren Bildungsabschlüssen geführt hat. Zu diesem Ergebnis kommt die OECD-Studie „Bildung auf einen Blick“, die heute in Berlin vorgestellt wurde.

Auch in Deutschland und Österreich hat sich das Angebot an Hochqualifizierten erhöht. Die Entwicklung blieb aber deutlich hinter dem OECD-Schnitt zurück. Akademiker in beiden Ländern erzielen deutliche und wachsende Einkommensvorteile. Gleichzeitig spielt die soziale Herkunft beim Hochschulzugang eine vergleichsweise große Rolle.

 

 OECD - Webseite mit allen Dokumenten  >>

 OECD - Bildung auf einen Blick 2007 - Indikatoren - Zusammenfassung  >>

 Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) zur OECD-Studie   >>

 Kultusministerkonferenz (KMK) - Zusammenfassung der wesentlichen Aussagen   >>

 

OECD-Generalsekretär Angel Gurría bei der Präsentation der Studie:
"Eine leistungsfähige tertiäre Ausbildung ist ein strategischer Faktor für wirtschaftliches Wachstum und sozialen Fortschritt. In diesem Bereich gibt die internationale Position Deutschlands einigen Anlass zur Sorge"

September 2007  (aktualisiert)
MSW: Handreichung zur Bewertung und Dokumentation des Arbeits- und Sozialverhaltens  >>

Künftig wird in den Zeugnissen auch die Entwicklung übergreifender sozialer und persönlicher Kompetenzen dokumentiert.
Zur Unterstützung gibt es nun eine Handreichung mit Hinweisen zur Bewertung des Arbeits- und Sozialverhaltens und zur Dokumentation ehrenamtlichen Engagements auf Zeugnissen.


September 2007

Lehrerausbildung wird reformiert

Das Landeskabinett hat am Dienstag (11.09.07) Eckpunkte zur Reform der Lehrerausbildung beschlossen. Schulministerin Barbara Sommer und Innovationsminister Andreas Pinkwart stellten die Neuerungen in einer Pressekonferenz vor. Danach soll die Lehrerausbildung professioneller, profilierter und praxisnäher werden. Das Studium gliedert sich künftig für alle Schulformen in ein dreijähriges Bachelor- und ein zweijähriges Masterstudium, das ein ganzes Praxissemester enthält. Daran schließt sich ein einjähriger Vorbereitungsdienst an, der mit dem Staatsexamen abschließt. Der Vorbereitungsdienst wird zudem durch Coaching und Beratung modernisiert. An den Hochschulen erhält die Lehrerausbildung ein stärkeres Gewicht. Die Landesregierung gibt für die Reform bis 2015 zusätzlich 100 Millionen Euro aus.     

Alle weiteren Informationen erhalten Sie hier  >>


14.08.2007
Wahlen von Stellvertretern in die Schulkonferenz
Klarstellung des Schulministeriums

Es können weiterhin Stellvertreter der Schulmitwirkungsgremien für die Schulkonferenz gewählt werden!

Durch ein Versäumnis bei der Abfassung des neuen Schulgesetzes gibt es dort keine Regelung, dies kann aber durch Beschluss in der Schulkonferenz korrigiert werden:

 Mail des Schulministeriums (MSW) + Vorschlag einer Vorgehensweise  >>


16.06.2007
Landeselternkonferenz NRW wird Mitglied im Bundeselternrat
Frühjahrsplenartagung des BER in Soest einstimmig für eine Mitarbeit des LEK NRW
 

Die LEK NRW ist seit dem letzten Wochenende vollwertiges Mitglied im Bundeselternrat und nimmt für NRW die Stimmen der Berufsbildenden Schulen und der Gymnasien wahr. Bisher war die LEK schon als Gast Teilnehmer der Tagungen und Diskussionspartner der Ausschüsse. Als schulformübergreifender Verband ist die LEK NRW prädestiniert für die BER-Arbeit und an einer offenen und freundschaftlichen Zusammenarbeit mit den anderen Elternverbänden interessiert.

 Bundeselternrat  >>


Expertin: 15 Prozent der Kindergartenkinder sozial auffällig

12.06.2007, Frankfurt/Main (dpa) - Rund 15 Prozent der deutschen Kindergartenkinder sind nach Angaben des Frankfurter Sigmund-Freud- Instituts (SFI) sozial auffällig. Rund drei Prozent der Dreijährigen seien gewalttätig. «Wir wissen aus vielen Studien, dass diese Kinder mit hoher Wahrscheinlichkeit später massive destruktive Verhaltensweisen entwickeln werden», sagte SFI-Direktorin Prof. Marianne Leuzinger-Bohleber am Dienstag anlässlich der Vorstellung eines Förderprojekts namens «Starthilfe». Dabei werden ein Jahr lang zehn Frankfurter Kindertagesstätten von Fachleuten begleitet. Sie beobachten einmal wöchentlich die Arbeit der Erzieher und diskutieren alle zwei Wochen mit ihnen über ein Kind. Sie sprechen mit Eltern und bieten bei Bedarf therapeutische Hilfe an. «Starthilfe» ist die direkte Umsetzung der Erkenntnisse der «Frankfurter Präventionsstudie», die zwischen 2003 und 2006 an 14 Frankfurter Kindertagesstätten durchgeführt wurde. Die Präventionsstudie hat laut Leuzinger-Bohleber den Erfolg frühen Eingreifens bewiesen: Sowohl Aggressivität als auch Hyperaktivität der Kinder hätten deutlich abgenommen.


Eckkneipen und Schulhöfe in NRW werden rauchfrei

12.06.2007, Düsseldorf (dpa/lnw) - Das Rauchen in Eckkneipen mit nur einem Raum wird in Nordrhein-Westfalen künftig verboten. Das sehen die Eckpunkte zum Nichtraucherschutzgesetz vor, auf die sich die Regierungskoalition aus CDU und FDP am Dienstag geeinigt hat. Demnach soll in Gaststätten künftig ein generelles Rauchverbot gelten. Nur noch in abgetrennten Nebenräumen dürfen Gäste zum Glimmstängel greifen. Das Verbot gilt nicht für Festzelte und bei Volksfesten. Komplett rauchfrei sollen Krankenhäuser, Schulen und Kindergärten werden. «Damit sind Raucherecken auf Schulhöfen dann tabu», sagte Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) in Düsseldorf. Zuvor hatte es in der Koalition vor allem darüber Uneinigkeit gegeben, wie mit so genannten Eckkneipen verfahren werden soll. Die FDP wollte den Wirten die Entscheidung darüber überlassen, ob bei ihnen geraucht werden darf oder nicht. «Wir haben lange darüber diskutiert, aber eine klare Definition für Eckkneipen, die rechtlich tragfähig wäre, ist uns nicht eingefallen», sagte Laumann. Der Gesetzentwurf enthalte aber eine Öffnungsklausel: «Sollten irgendwann die technischen Voraussetzungen bei der Entlüftungstechnik so hoch entwickelt sein, dass Nichtraucher im gleichen Raum wirksam vor den Folgen von Tabakrauch geschützt werden können, sind weitere Ausnahmen beim Rauchverbot in Gaststätten möglich.» FDP-Fraktionschef Gerhard Papke sagte, mit dem Gesetzentwurf sei eine gute Regelung gefunden worden. Gastwirte könnten nun «völlig unbürokratisch» einen Raucherraum einrichten. «Dafür gibt es nur zwei Voraussetzungen: Zwischen den beiden Bereichen muss eine Tür sein und der Raucher-Bereich darf insgesamt nicht größer sein als der Nichtraucher-Bereich.» Wirte von einräumigen Kneipen könnten eine Trennwand einziehen. SPD und Grüne hatten in der Diskussion ein flächendeckendes Rauchverbot in der Gastronomie gefordert. Laumann betonte, Regelungen für die Kellner zu finden, die in Raucherräumen bedienen sollten, sei Bundessache. Bei Familienfeiern in angemieteten Gaststätten-Sälen sollen die Gastgeber entscheiden, ob geraucht werden darf. Verwaltungen können Raucherräume einrichten. Der Landtag wird nach der Sommerpause über den Gesetzentwurf beschließen. Das Nichtraucherschutzgesetz soll dann zum 1. Januar 2008 in Kraft treten. Die Ministerpräsidenten der Bundesländer hatten sich im März auf einen weitgehenden Nichtraucherschutz geeinigt.


09.05.2007
MSW: Verbändegespräch mit den NRW-Elternverbänden -
Gleiche Probleme und Fragestellungen an allen Schulformen
 

Die LEK NRW war mit den anderen Elternverbänden zum regelmäßigem Meinungsaustausch mit Schulministerin Barbara Sommer und Fachleuten aus dem Ministerium geladen.

  • Alle Eltern waren sich darüber einig, dass die Mitwirkung an den Schulen generell verbessert werden muss!  Dazu gehört auch, den Eltern die Scheu vor einem Amt zu nehmen und sie fit für die Aufgabenstellungen zu machen -> Qualifizierung von Eltern

  • Die meisten Elternverbände kritisierten die Abschaffung der Drittelparität, die zu weniger Demokratie in den Schulen geführt hat.

  • Die Lehrerausbildung wird reformiert - es wurde einhellig begrüßt, dass es auch hier eine intensive Eltern-Beteiligung geben wird.

  • Das große Problem des Abi-Doppeljahrgangs im Jahre 2012/13 (beginnend im Bundesgebiet schon im nächsten Jahr)  wird in einem separaten Arbeitskreis bearbeitet.

  • Ablauf und Ergebnis der Sprachstandsfeststellung DELFIN4 wurden erörtert, die Notwendigkeit wurde von allen bestätigt, Durchführung soll evaluiert und Mängel beseitigt werden.

  • Übergangsverfahren / Prognoseunterricht (Klasse 4): Die meisten Elternverbände kritisierten das Verfahren und sprachen sich für eine spätere Differenzierung aus.

  • Zentrale Prüfungen: Einführung wird allgemein begrüßt, Fehler müssen aber im Sinne unserer Kinder in Zukunft minimiert werden, es wurde eine sorgfältige Analyse gefordert und vom MSW zugesagt.


Mai 2007
Aktuelles aus dem Landtag:

"Sprachstandsfeststellung" - große Chance oder stressiges "Kleinkind-Abitur"? >>

(3.5.2007) Die Landesregierung hat heute unter dem Titel "Neue Chancen für Kinder in Nordrhein-Westfalen" den Landtag über Sprachstandsfeststellung und Sprachförderung informiert. Anschließend wurde über das umstrittene Verfahren debattiert. Die Opposition kritisierte vor allem die Umsetzung.

 FAQ – Liste Sprachstandsfeststellungsverfahren 4 >>

 


Mai 2007

Zukünftige Regelung für Pädagogische Tage (Schulmail des MSW) >>

 


 

März 2007

Gemeinsame Sache machen: Eltern und Schule  >>


Bei internationalen Bildungsvergleichen landet Finnland stets ganz vorne. Der Erfolg hat viele Gründe. Einer gilt als wenig spektakulär und ist dennoch entscheidend: Eltern und Lehrer betrachten sich als Freunde, die nur eines im Sinn haben – das Wohl des Kindes

Mirko ist sichtlich verwundert. Der 14-Jährige ist erst kürzlich mit seinen Eltern nach Helsinki gezogen. Dort besucht er die Deutsche Schule. Sehr deutsch ist sie aber nicht – finden Mirko und seine Eltern. Mit offenen Armen wurden sie in der Schule empfangen. Beim "Aufnahmegespräch" wurden sie gefragt, wie sie sich denn die Schule für ihr Kind vorstellen könnten, was sie erwarteten und welche Ziele sie mit ihrem Sohn vereinbart hätten. "Ehrlich, ich dachte, ich höre nicht recht", gesteht der begeisterte Vater. In Deutschland habe man ihnen beim Vorstellungstermin erläutert, was man von den Kindern erwarte, was erlaubt sei und was nicht. "Und die Bedeutung des Fördervereins wurde natürlich nicht vergessen." Mirkos Eltern zählen sich nicht zu den Nörglern, räumen ein, dass sie vielleicht nur Pech gehabt haben in Deutschland. Das Aber folgt auf dem Fuß: "Viele Freunde haben uns von ähnlichen Erfahrungen berichtet."

Finnland auch bei Elternarbeit Spitze

Wenn Rainer Domisch diese Schilderungen vernimmt, weiß er nicht, ob er lachen oder weinen soll. Von Helsinki aus beobachtet der Mann, der vor knapp 30 Jahren den Job als Lehrer in Baden-Württemberg gegen eine Aufgabe im Zentralamt für das Unterrichtswesen tauschte, aufmerksam die Entwicklung in seiner Heimat.
Der Vater von vier Kindern ist zu höflich, um lautstark seine Kritik zu äußern. Das tut der international anerkannte Experte hinter geschlossenen Türen. Etwa, wenn er als Vorsitzender einer Regierungskommission in Mecklenburg- Vorpommern an den Bildungsplänen des Landes feilt. In der Öffentlichkeit schildert der 60-Jährige lieber die Verhältnisse in Finnland – sollen sich die Menschen doch ihr eigenes Urteil bilden. Auch über das Miteinander von Schule und Elternhaus.
Domisch wirkt nachdenklich, wenn er die Krise beim Bundeselternrat (BER) beobachtet und erlebt, wie künftig wohl in jedem Bundesland die Vertreter jeder Schulform ihr eigenes Süppchen kochen werden. Er wirkt nachdenklich, wenn er hört, wie ermüdet und deprimiert kürzlich Wilfried Steinert als Vorsitzender des BER das Handtuch warf.

>  Finnish Education System  >>

>  PISA-Erfolg gute Werbung für Finnland (Universität Helsinki) >>
 


Februar 2007

UN-Menschenrechtsinspektor wiederholt harsche Kritik an deutscher Schule  >>

Der UN-Menschenrechtsinspektor, Vernor Muñoz, hat mit scharfen Worten die deutsche Bildungspolitik gerügt.

Das dreigliedrige Schulsystem mit Haupt-, Realschule und Gymnasium benachteilige durch seine frühe Aufteilung Kinder aus armen Elternhäusern und aus Migrantenfamilien. Es wirke «extrem selektiv» und diskriminiere Behinderte, schreibt der Menschenrechtsexperte in einem vorläufigen Bericht, der der Deutschen Presse-Agentur (dpa) vorliegt.

Der Jura-Professor aus Costa Rica besuchte im Auftrag der UN-Menschenrechtskommission genau vor einem Jahr Deutschland. Weitere Kritikpunkte in seinem Berichtsentwurf sind die völlig unterschiedliche Schulorganisation der 16 Bundesländer, die Eltern und Schülern den Wohnortwechsel erschwere, fehlende Durchlässigkeit zwischen den Schulformen, die Lehrerausbildung, die Probleme beim Schulbesuch von Kindern, deren Familien illegal in Deutschland leben, sowie zu wenig Autonomie der einzelnen Schule gegenüber der Verwaltung.


Februar 2007

1. Bildungspolitisches Symposium

Vortrag Andreas Schleicher  >>


06.02.2007

Jedem Kind ein Instrument

Projektinformationen

„Jedem Kind ein Instrument“ ist ein Projekt des Landes Nordrhein-Westfalen, der Kulturstiftung des Bundes

und der Zukunftsstiftung Bildung unter Beteiligung der Kommunen und privater Förderer. Das Projekt ist ein

musikpädagogisches Angebot für das Ruhrgebiet im Rahmen der Kulturhauptstadt 2010.


22.11.2006

Brief und Informationen der LEK NRW an alle Schulpflegschaften in NRW

 LEK-Brief als PDF  >>

 Resolution BER FPT Mai 2003 Ludwigsfelde  >>

 BER_StellungnahmeSchulstruktur_24.9.05   >>


Oktober 2006

Ministerium für Schule und Weiterbildung (MSW):
Aufnahme der Landeselternkonferenz NRW (LEK NRW) in die Liste der Elternverbände, die nach §77 Abs. 3 SchulG in schulischen Angelegenheiten von allgemeiner und grundsätzlicher Bedeutung beteiligt wird.

 


15.11.2006

Vorsitzender des BER fällt politischen Intrigen zum Opfer

Die Elternvertreter im BER, die  Landeselternschaft Grundschulen in NW, der Landeselternrat der Gesamtschulen in NW und die Landeselternkonferenz NRW bedauern den Rücktritt des Vorsitzenden des Bundeselternrates Wilfried Steinert außerordentlich. Wir schätzen sein Engagement und seinen unermüdlichen Einsatz für bessere Bildungschancen unserer Kinder.

Die Verbände verurteilen die persönlichen Angriffe auf die Person des Vorsitzenden, die zu dessen Rücktritt geführt haben, auf das schärfste. Der Austritt Niedersachsens trifft auf Unverständnis. „Das Ziel ‚Eine Schule für Alle’ war und ist ein demokratisch diskutierter und abgestimmter Konsens von allen im BER engagierten Elternvertretungen. Auch wenn dies schon in der Vergangenheit nicht von allen Gymnasialvertretern geteilt wurde. Die vier Elternverbände sind sich darüber einig, dass gerade in Bezug auf den Rückschritt in die Kleinstaaterei nach der Förderalismusreform ein starker BER als länderübergreifende Plattform für engagierte Eltern unverzichtbar ist.

Um die Interessen der Schülerinnen und Schüler aus NRW weiterhin im Bundeselternrat zu vertreten und für gleiche Bildungschancen aller Kinder einzutreten, werden die vier Elternverbände auch in Zukunft auf konstruktive Zusammenarbeit auf Bundesebene bauen und sich nicht aus der Verantwortung ziehen. Uns geht es um eine zukunftsweisende Bildung für alle Kinder, die unserer Gesellschaft und jedem Individuum eine Existenzgrundlage bietet. Politisierung, Ideologisierung und Lobbyismus sind kontraproduktiv und zeugen eher von Kleingeist als Entwicklungswillen.

 www.bundeselternrat.de

 

 Vollständige Erklärung von Wilfried W. Steinert zu seinem Rücktritt  >>


28.10.2006

Informationsveranstaltung und Mitgliederversammlung der LEK NRW
„Das neue Schulgesetz“  in Dortmund


Pressemeldungen zum neuen Schulgesetz:   >  Presse


Weitere aktuelle Meldungen:

 

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13.10.2006 -- Presseartikel im "Handelsblatt"

Neue Studiengebühren treiben Abiturienten in die Lehre

Mit der Einführung von Studiengebühren erweisen die Bundesländer offenbar ihren Lehrstellenmärkten einen Bärendienst: Nach Berechnungen der Bundesagentur für Arbeit (BA) steigt die Zahl der Lehrstellenbewerber mit Abitur oder Fachhochschulreife massiv an. Die Krise am Ausbildungsmarkt verschärft sich.   (mehr)

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Neue Wege für Jungs
Neue Wege für Jungs
unterstützt Initiativen und Projekte, die sich mit dem Thema jungengerechte Berufs- und Lebensplanung beschäftigen. Das bundesweite Projekt richtet sich an Lehrkräfte, soziale Fachkräfte, Berufsberatende, Fachkräfte der Jugendarbeit sowie Eltern.
Die hohe öffentliche Aufmerksamkeit für den bundesweiten Girls’Day – Mädchen-Zukunftstag und die daraus resultierenden organisatorischen Möglichkeiten werden zunehmend auch für Jungenveranstaltungen genutzt. Am Aktionstag und auch darüber hinaus unterstützt das Projekt diejenigen, die schulische und außerschulische Veranstaltungen für Jungen durchführen möchten.
Neue Wege für Jungs wird vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds gefördert. 
. . . der nächste Girls'  +  Boys'Day  am  24. April 2008 / 23.04.2009

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September 2006
Shell Jugendstudie 2006

Die 15. Shell Jugendstudie widmet sich erstmalig dem Themen-Schwerpunkt "Jung und Alt": Wie sieht sich die junge Generation mit all ihren Erwartungen an die eigene Zukunft in einer zunehmend älter werdenden Gesellschaft?
Zusätzlich greift die Untersuchung als neues Thema die religiöse Orientierung auf und erfragt die Einstellung der Jugend zur Religiösität und Glauben sowie zur Rolle der Kirchen und Religionsgemeinschaften. Darüber hinaus setzt die 15. Shell Jugendstudie die Langzeit-Berichterstattung über die junge Generation in Deutschland seit 53 Jahren fort, indem jugendliche Lebenswelten, Rollenverständnis sowie Einstellungen zur Politik erfragt werden.

>  Shell Jugendstudie (Webseite)   >>

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Juni 2006
Reform des Schulgesetzes zum Schuljahr 2006/07

Zum 01. August 2006 tritt das neue Schulgesetz (Reform des Schulgesetzes von 2005) in Kraft.

Für uns Eltern wichtige, teilweise einschneidende Maßnahmen:

  • Frühere Einschulung

  • Aufhebung der Schulbezirke für die Anmeldung in der Grundschule und der Berufsschulen (ab Sj. 2008/09)

  • Verbindliche Grundschulempfehlungen - kaum Mitspracherecht der Eltern beim Übergang in die weiterführende Schule

  • Veränderte Struktur in der Sek I + Sek II:  z.B.  Gymnasium 9+3

  • Neue Stundentafeln

  • Einführung von "Kopfnoten" für das Arbeits- und Sozialverhalten

  • Individuelle Förderung (u.a. um Sitzenbleiben zukünftig zur Ausnahme zu machen)

  • Einschränkung der Mitwirkung von Eltern und Schülern (Aufhebung der Drittelparität in der Schulkonferenz)

  • Immer noch keine gewählte landesweite Elternvertretung

  • Qualitätsanalyse an Schulen

  • Wahl der Schulleiter durch die Schulkonferenz

  • Eigenverantwortlichkeit der Schulen

Der komplette Text des ab 01.08.2006 gültigen Schulgesetzes:  >>
 

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Juni 2006

Neue Stundentafeln für die Primarstufe und die Sekundarstufe I
>  Stundentafeln im Bildungsportal NRW   >>
Ausbildungs- und Prüfungsordnungen (Bildungsportal NRW)  >>

 

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Juni 2006

Grundschule - neue Ausbildungsordnung (AO-GS) - individuelle Förderung/Lernstudios

Am 22.06.2006 wurde die neue Ausbildungsordnung Grundschule (AO-GS) vom Ausschuss für Schule und Weiterbildung verabschiedet.
In § 4 Individuelle Förderung, Lernstudio wird festgelegt, dass jede Grundschule ein eigenes Förderkonzept erarbeitet. Das schulische Förderkonzept kann Maßnahmen der äußeren Differenzierung (Lernstudio) wie der inneren Differenzierung vorsehen.

hierzu: Handlungsrahmen des Ministeriums  >>
 

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19. Mai 2006

Drittelerlass aufgehoben
Der Drittelerlass (vormals geregelt in § 6 Abs. 8 APO-S I) sah vor, dass Lehrerinnen und Lehrer eine Klassenarbeit, bei der mehr als ein Drittel der Schülerinnen und Schüler die Note "ausreichend" nicht erreichten, beim Schulleiter vorlegen mussten. Dieser hatte dann zu entscheiden, ob die Arbeit trotzdem gewertet werden konnte, oder neu zu schreiben war. In der Praxis führte dies häufig dazu, dass Lehrerinnen und Lehrer beklagten, den Notenspiegel ihrer Klassenarbeiten anpassen zu müssen.
Nach der Aufhebung des Drittelerlasses entscheiden nun die Lehrerinnen und Lehrer in pädagogischer Verantwortung über die Verteilung der Noten.

 

 

   


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    Stand:  23.02.10

    *  vom Ministerium für Schule und Weiterbildung NRW anerkannter Schulform übergreifender Elternverband